Insights for Procure-to-Pay and Finance Leaders

Der Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinkosten

Haben Sie sich schon immer gefragt, was genau der Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinkosten ist? Und möchten Sie auch wissen, wie diese Kosten sich auf die Lieferantenbeziehungen und die Bestandsverwaltung in Ihrem Unternehmen auswirken? 

In diesem Artikel geben wir Antworten. Stellen Sie sich vor, wie die Beschaffung bei einem fiktiven Automobilhersteller namens Spaceman Automobiles aussieht, der seiner Zeit weit voraus ist. Wir werden dieses Beispiel benutzen, um den Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinkosten zu erläutern. 

Einzelkosten

Einzelkosten, auch direkte Kosten genannt, sind alle Käufe von Waren und Dienstleistungen, die direkt mit der Herstellung eines Produkts verbunden sind. Spaceman Automobiles benötigt für die Fertigung seiner futuristischen Fahrzeuge sehr viele Materialien. Alle Fahrzeugteile, von den Schrauben bis zu den Zahnriemen sowie die direkten Rohstoffe, wie das Aluminium, aus dem der Autorahmen hergestellt wird, verursachen Einzelkosten. Diese Kosten werden entsprechend verursachungsgerecht (direkt) zugeordnet. 

Gemeinkosten

Für die Fertigung und den Vertrieb seiner Fahrzeuge benötigt Spaceman Automobiles ein ganzes Ökosystem von Mitarbeitern und Teams – von der IT bis zum Marketing. Und genau das sind Gemeinkosten, die auch als indirekte Kosten bezeichnet werden. Sie beziehen sich auf jeden Einkauf, der nicht direkt mit der Herstellung des Produkts zusammenhängt. Diese Kosten werden normalerweise nicht verursachungsgerecht (also indirekt) zugerechnet. Denken Sie hier an Ausgaben für IT-Support, Büromaterial, Kantinenbedarf, Gartendienstleistungen usw. 

Welchen Einfluss haben diese Kosten auf die Beschaffung? 

Lieferantenbeziehungen

In Hinsicht auf Einzelkosten steckt die Beschaffung üblicherweise den meisten Aufwand in den Aufbau und die Pflege von unternehmensrelevanten Lieferantenbeziehungen. Daher ist das Direkteinkaufsteam von Spaceman Automobiles sehr an gesunden und langfristigen Beziehungen zu seinen Lieferanten interessiert. Bei den Gemeinkosten liegt der Schwerpunkt eher auf der Verwaltung der Ausgaben als auf der Pflege von Beziehungen. Es geht hier viel mehr um die Kostenkontrolle, und nicht so sehr um den Aufbau von Beziehungen. 

Bestandsverwaltung

Wie Sie sich vorstellen können, werden beim Direkteinkauf materielle Produkte beschafft, und die müssen irgendwo gelagert werden. Das Direkteinkaufsteam muss also für eine gesunde Bestandsverwaltungsstrategie sorgen, während die indirekte Beschaffung vollständig nach Bedarf strukturiert ist. Bei der indirekten Beschaffung werden Einkäufe nur dann getätigt, wenn auch etwas gebraucht wird. Dafür benötigt man keine große Bestandsverwaltung. 

Organisatorischer Aufbau

In der Vergangenheit setzten viele Unternehmen auf ein zentralisiertes Direkteinkaufsteam und eine dezentrale indirekte Beschaffungsstrategie. Solch ein dezentraler Ansatz bringt oft undurchsichtige Genehmigungs- und Dokumentationsmethoden mit sich. Zentralisierte Beschaffungsteams neigen im Gegensatz dazu oft zu einer Überspezialisierung ihrer Prozesse, was im Rest des Unternehmens dann zu Schwierigkeiten führen kann. 

Technologie

Um beide Probleme gleichzeitig zu lösen, können Unternehmen auf neue Systeme mit modernen Technologien setzen. Damit lässt sich eine intuitivere Benutzererfahrung für das gesamte Unternehmen erreichen, was alle Einkäufe und Genehmigungen transparent macht und auch die Analyse erleichtert. 

Möchten Sie mehr über den gesamten Procure-to-Pay-Prozess erfahren? Finden Sie hier unseren „Ultimativen Leitfaden für erfolgreiches Procure-to-Pay: Ihr Schlüssel für eine verbesserte Beschaffung und niedrigere Kosten“.