Insights for Procure-to-Pay and Finance Leaders

Wie die digitale Transformation in der Transport- und Logistikbranche vorangetrieben wird

Die Transport- und Logistikbranche (T&L) befindet sich in einer Zeit des rapiden Wandels. Gleichzeitig trifft eine Reihe von Umwälzungen aufeinander, die die Wettbewerbslandschaft neu gestaltet und bisherige Kundenerwartungen verändert.

Es ist eine aufregende Zeit für eine jahrhundertealte Branche. Und es gab nie eine bessere Zeit für T&L-Akteure, mit neuen Ideen und Werkzeugen diese Transformation in ihrem Geschäft voranzutreiben.

Oder zumindest sollte es so sein. Tatsache ist aber, dass viele etablierte T&L-Akteure Schwierigkeiten haben, mit den Veränderungen Schritt zu halten. Vor kurzem stellte eine Studie von PwC fest, dass 55 % der Geschäftsführer von T&L-Unternehmen äußerst besorgt sind, dass ein Mangel an technologischer Expertise die Innovation in ihrem Unternehmen behindert. Und 49 % sagen, dass es sie davon abhält, Marktchancen wahrzunehmen.

Diese Sorge ist verständlich. Die Geschäftsführer wissen, dass wenn sich ihr Unternehmen nicht erneuern und neue Möglichkeiten verfolgen kann, jemand anderes diese Lücke ausfüllen wird. Und dies ist einer der Hauptgründe, warum sich das Vertrauen der Geschäftsführer in das Umsatzwachstum ihrer Organisation für das kommende Jahr auf einem Fünfjahrestief befindet.

Tun, was getan werden muss

In gewisser Hinsicht sollten wir nicht überrascht sein, dass T&L-Unternehmen in dieser Lage sind. Die Branche hat keine gute Erfolgsbilanz vorzuweisen, wenn es um das Vorantreiben und Unterstützen von Initiativen zur digitalen Transformation geht. Beispielsweise führte die International Air Transport Association (IATA) 2010 elektronische Luftfrachtbriefe ein, um die Digitalisierung der Luftfracht-Supply-Chain zu fördern. Fast ein Jahrzehnt später hat die Marktdurchdringung gerade einmal die 50%-Marke erreicht.

Wenn Transformationen im großen Rahmen eingetreten sind, dann wurden diese der Branche häufig von den Behörden aufgezwungen. Nach den tragischen Ereignissen des 11. September 2001 haben die Behörden beispielsweise eine Reihe neuer Regelungen in Kraft gesetzt, um die Sicherheit zu erhöhen und das Risiko der Wiederholung eines derartigen Ereignisses zu verringern. Diese Maßnahmen haben T&L-Unternehmen dazu gezwungen, digitale Werkzeuge einzuführen, um einfacher die Anforderungen der neuen Sicherheits- und Zollgesetzgebung zu erfüllen.

In vielen Fällen war es zudem so, dass T&L-Unternehmen diese Sache als reine Compliance-Angelegenheit angesehen und so nur das Allernötigste getan haben, um die behördlichen Anforderungen zu erfüllen.

Aktuelle Katalysatoren für den Wandel

Dieses Mal ist es allerdings anders. Der Anlass zum Wandel sind nicht neue gesetzliche Regelungen. Der Wandel wird heute von Neueinsteigern der Branche und einer Reihe etablierter Akteure vorangetrieben, die Technologie einsetzen, um ihre Geschäftsprozesse zu transformieren.

Nehmen Sie beispielsweise Flexport. Das in San Francisco ansässige Start-up-Unternehmen im Bereich Frachttransport und Zollabfertigung wird gegenwärtig auf einen Wert von über 3 Milliarden USD geschätzt – hauptsächlich, weil es eine mehrheitlich papiergestützte Branche digitalisiert. Die Lösung von Flexport ermöglicht es weltweit tätigen Unternehmen wie Sonos, Kosten zu reduzieren und die Transparenz und Kontrolle innerhalb ihrer Supply Chain zu verbessern – und das komplett papierlos.

Erste Schritte

Die gute Nachricht ist, dass viele CEOs bereits Maßnahmen ergreifen. Eine Studie von EFT zeigt, dass 78 % der Unternehmen ihre IT-Investitionen erhöhen. Der Großteil dieser Anlagegelder fließt in Technologien für KI und das Internet-of-Things (IoT).

Diese Technologien sind zwar an sich interessant, aber T&L-Unternehmen laufen hier Gefahr, den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen. Sie können so viel KI und IoT implementieren, wie Sie wollen: Solange Sie Ihr Unternehmen nicht von Grund auf digital transformieren, wird dies keinen großen Unterschied machen.

Häufig ist es sinnvoll, mit der Finanzbuchhaltung (Accounts Payable, AP) anzufangen. Ein Drewry-Bericht vom letzten Jahr kommt zu dem Ergebnis, dass die heutigen antiquierten Rechnungsstellungs- und Zahlungsprozesse die Branche jährlich 34,4 Milliarden USD kosten. Unterdessen geht die Boston Consulting Group davon aus, dass die Automatisierung manueller Prozesse heute Backoffice-Kosten und Betriebskosten um bis zu 40 % verringern kann.

Die Digitalisierung der Finanzbuchhaltung erzielt jedoch nicht nur schnelle Umsätze. Sie ist ein grundlegender Aspekt in den Bemühungen eines Unternehmens auf dem Weg zur digitalen Transformation. Wenn dieser grundlegende Aspekt gegeben ist, sind die Unternehmen optimal positioniert, weitere Innovationen in ihrer Supply Chain zu verfolgen. Dies ermöglicht es ihnen, agiler und anpassungsfähiger zu sein und neue Chancen zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Herausforderungen in Chancen verwandeln

Das Tempo der Veränderungen in der T&L-Branche lässt nicht nach, und die Wettbewerbslandschaft wird in fünf Jahren völlig anders aussehen. Veränderer in der Branche können neue Technologien und innovatives Denken nutzen, um ihr Geschäft digital zu transformieren, es anpassungsfähiger zu machen und neue Chancen schneller zu nutzen.

Laden Sie unser neues Whitepaper herunter, um mehr über den aktuellen Stand der digitalen Transformation in der T&L-Branche zu erfahren.